geraubt, gefälscht und gierig gesammelt
Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Düsseldorf

Digitaldrucke auf Stoff, Gerüst, 3-Kanal Videoinstallation

Für die Kurtine des Hetjens Museum hat Astrid Busch eine ortsspezifische Installation entwickelt, die sich sowohl mit der Geschichte dieser alten Befestigungsanlage als auch mit der Porzellan- und Keramiksammlung des Museums auseinandersetzt. Aus dem von ihr gefundenen und zusammengetragenen Material entstanden Fotografien, die zu räumlichen Bildarrangements verdichtet werden, indem sie die Motive durch Videoprojektionen und Stoffdrucke in den Raum hinein erweitert. Der Begriff Kurtine ist dem französischen Wort "courtine“, für Vorhang abgeleitet und so bilden Stoffe die Grundlage für die künstlerische Intervention im Hetjens.Es sind Stoffarbeiten üppig in den Raum verspannt und mit Projektionen überlagert. Motivisch hat sich Astrid Busch auf das alte Hafenbecken als Ausstellungsraum und auf Schifffahrtsmotive bezogen, die auch auf vielen Keramik- und Porzellanobjekten des Museums zu finden sind. Der Handel und das Importieren des Materials durch Schiffe ist ein immer wieder in der Sammlung auftauchendes Motiv, das Astrid Busch aufgegriffen hat. Die von ihr entwickelten Motive die teils an die Abstraktion geführt sind, erinnern an Schifffahrt, Sturm, See und Segel.