granulare synthesen, Kunsthaus Nürnberg
Installation
Digital prints on wallpaper, video projection, archival pigment prints, wood object, 4 channel sound installation

Astrid Busch inszeniert Räume wie Bühnen, indem sie ihre Eigenheiten aufgreift und medial transformiert. Fotografien, die sie in Studiosettings erstellt und am Computer bearbeitet, werden vor Ort gehängt, geschichtet oder scheinbar beiläufig abgestellt, direkt auf die Wand tapeziert oder projiziert. Astrid Buschs Raumcollagen wirken wie begehbare Hologramme, in denen sich Repräsentationen und Halluzinationen überlagern. Für „Verrat der Dinge“ spürt sie den verborgenen Schlupfwinkeln und Betriebsamkeiten des Künstlerhauses nach. Neben Bezügen zu Filmhausarchitekturen und Beleuchtungen spielt dabei auch der hauseigene Sound eine entscheidende Rolle. Die musikalische Grundlage liefern Tonaufnahmen des im Hinterzimmer des Künstlerhauses beheimateten „Chor ohne Namen“. Seine Gesangsproben erfahren in einer 4-Kanal-Klanginstallation eine neue raumbezogene Interpretation.
Carla Orthen M.A., Begleittext zur Ausstellung